ASSOCIAZIONE ITALIANA DEI MAGISTRATI PER I MINORENNI E PER LA FAMIGLIA
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DAS JUGENDGERICHT

 

                                                 DAS  JUGENDGERICHT

 

   Das Jugendgericht wurde im Jahre 1934 eingeführt und ist ein spezialisiertes Organ der Justizverwaltung; es besteht aus  vier Richtern: zwei Berufsrichter (ein Vor- und ein Beisitzender) und zwei ehrenamtliche Richter (ein Mann und eine Frau); die ehrenamtlichen Richter, “mit Verdiensten der Sozialassistenz,  werden unter Personen gewählt  die sich mit Biologie, Psychiatrie, Kriminalanthropologie, Pädagogik, Psychologie..... “ befasst haben. (Diese Berufsurkunde der ehrenamtlichen Richter lasst das Gericht ein spezialisiertes Organ werden, da die Mitglieder die Fähigkeit zur Interpretation des Verhaltens der Jugendlichen und der dahinter stehenden familiären Dynamik haben).

 

   In Italien sind 29 Jugendgerichte tätig, mit einem Bestand von ca. 1.000 Richtern, von denen sind ungefähr 800 ehrenamtliche Richter.

 

   Das Jugendgericht übt seine Gerichtsbarkeit in Straf-, Zivil- und Verwaltungssachen aus (Abkommen 1989 New York, ratifiziert mit ital.Ges.176/1991: In allen Entscheidungen mit Bezug auf Minderjährigen, dessen Zuständigkeit der öffentlichen oder privaten Sozialfürsorge, den Gerichten und den Verwaltungsbehörden gehört, soll die höchste  Achtung dem Interesse des Minderjährigen engtegengebracht werden).

 

   In Strafsachen hat das Jugendgericht ausschliessliche Zuständigkeit: es werden alle Straftaten beurteilt die von Minderjährigen unter 18 Jahren verübt worden sind. Das Jugendgericht kann verurteilen, freisprechen, Prozesse aussetzen und eine Bewährungsfrist einsetzen und das Erlöschen einer Straftat erklären. Das Jugendgericht ist auch als Überwachungsgericht zuständig.

 

   In Zivilsachen ist hingegen die Zuständigkeit  des Jugendgerichtes nicht ausschliesslich, da auch andere Richter Entscheidungen treffen können (z.B. Gericht für Trennung- und Scheidungen, Vormundschaftsgericht).

Dem Jugendgericht obliegen die Massnahmen zum Schutze der Minderjährigen deren Eltern ihren Pflichten nicht nachkommen.

Das Jugendgericht ist weiters für folgende Angelegenheiten zuständig:  Adoption, gerichtliche Feststellung der Vater- und Mutterschaft, Anerkennung und Obsorge unehelicher Kinder, Eheschliessungen von Minderjährigen.

 

   Das Jugendgericht hat auch verwaltungsrechtliche Zuständigkeit in Bezug auf Erziehungsmassnahmen von Jugendlichen die in Schwierigkeit geraten sind.

 

   Für alle Angelegenheiten in denen das Jugendgericht zuständig ist, kann die Mitarbeit der Sozialdienste und der Sanitätseinheiten in Anspruch genommen werden; die Eingriffe auf Minderjährige oder Familien erscheinen somit nicht als strafliche Massnahme, sondern ergeben sich als Unterstützungen.

 

ROLLE DER EHRENAMTLICHEN RICHTER

 

   Der ehrenamtliche Richter ist für die ganze Dauer des Auftrages ein Richter und muss sich somit, in Ausübung seines Amtes,  an die richterlichen Pflichten halten. Der ehrenamtliche Richter hat dieselben  Pflichten eines Berufsrichters und muss seine Entscheidungen nach  bestem Wissen und Gewissen treffen.

 

   Der ehrenamtliche Richter nimmt an Straf- und Zivilverhandlungen teil; weiters kann der einzelne ehrenamtliche Richter vom Präsidenten oder vom Richterkollegium mit Voruntersuchungen beaufragt werden (z.B. Anhörung des Minderjährigen oder dessen Eltern).

 

                                                 



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